Australien 2020

Kroko-freie Wasserfälle oder wie ich die australische Polizei kennen lernte

Da es uns in Cairns einfach zu warm war, haben wir die Küstenstraße verlassen und sind etwas weiter ins Landesinnere gefahren. Dort befinden sich die sogenannten „Atherton Tablelands“. Wir hofften, dort auf Seen zu stoßen, in denen keine Süßwasserkrokodile und natürlich auf keinen Fall die Salzwasserkrokodile zu finden sind. Da es dort unzählige Wasserfälle gibt, konnten wir tatsächlich des Öfteren am Fuße der Wasserfälle schwimmen gehen.

Unser persönlicher Favorit waren die Josephine Falls. Im Vergleich zu den anderen Wasserlöchern war das Wasser ganz klar und über einen großen Stein konnte man sogar in das erfischend kalte Wasser rutschen.

Dass wir uns keine Sorgen über Quallen und Krokodile machen mussten, war eine schöne Abwechslung (siehe meinen letzten Blogeintrag „Qualle, Krokodil und CO“). Daher verbrachten wir einfach den ganzen Tag in und am Wasser und erholten uns von der Hitze der vergangenen Tage. Heiß war es zwar immer noch, aber immerhin konnten wir zwischendurch ins Wasser springen.

An einem sehr großen See, in dem außer uns noch viele weitere Menschen schwimmen waren, lebte angeblich aber doch ein Krokodil. Das entsprechende Schild entdeckte ich aber leider (oder zum Glück) erst nach dem Baden. Egal – wäre ich dem Tier begegnet, hätte ich das vermutlich gemerkt.

Jetzt kommen wir zu dem Teil dieses Eintrages, auf den ihr vermutlich seit der Überschrift wartet. Meine Bekanntschaft mit der Polizei. Klingt spektakulär – ist eigentlich aber nur ärgerlich:

Ich hatte meine Dokumente in einer kleinen Dokumentenhülle verstaut und diese immer in einer Bauchtasche dabei. Bis zu diesem Tag hielt ich das auch für ziemlich klug, weil so ein Van ja auch mal schnell aufgebrochen werden kann. Nachdem wir dann aber unsere Wasserfall Tour hinter uns hatten und ich etwas aus meiner Tasche holen wollte, fiel mir auf, dass eben diese kleine Dokumentenhülle nicht mehr da war. Daraufhin stellten wir den gesamten Van auf den Kopf, fanden aber leider nichts. Also beschloss ich erst einmal, meine EC-Karte sperren zu lassen. Dann überlegte ich, was eigentlich noch alles verloren gegangen ist. Mit Schrecken stellte ich fest, dass sowohl mein Tauch-Ausweis als auch mein Führerschein weg waren. Der Führerscheinverlust war besonders tragisch, da ein Road-Trip ohne Lizenz zum Gas geben irgendwie unvollständig ist. Google Maps zeigte uns den Weg zur nächsten Polizeistation und dort verbrachte ich dann viel Zeit damit, dem Officer zu erklären, was alles verloren ist. Dann bekam ich die Nummer der Polizei, damit ich in ein paar Tagen meine Aktennummer erfragen kann. Das brauchte ich vor allem deshalb, weil ich von da an mit meinem Reisepass als Führerschein fuhr. Wie genau das funktioniert, weiß ich bis heute nicht, aber da die Polizei mir das erlaubt hatte, dachte ich nicht weiter darüber nach. Zu meinem großen Glück hatte ich meine Kreditkarte und auch meinen Personalausweis an einem anderen Ort aufbewahrt und so war der Verlust meiner EC-Karte und des Führerscheins kein großes Problem.

Inzwischen bin ich wieder in Deutschland und wieder in Besitz eines Führerscheins und einer EC-Karte. Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass der Verlust solcher Dokumente im Ausland zwar ärgerlich ist, es aber fast immer eine Lösung gibt und man nicht direkt verzweifeln muss.

PS: Habt ihr schon meinen letzten Blog über die gefährlichen Tiere gelesen? Es gab ein Serverproblem und deshalb ist letztes Mal leider kein Newsletter an euch verschickt worden. Sorry!

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